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Barcelona – Blick auf die Basilika Sagrada Família
Blick auf die Basilika Sagrada Família – die weltberühmte Basilika ist mittlerweile Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Barcelona

Mit 1,6 Millionen Einwohnern ist Barcelona die zweitgrößte Stadt Spaniens und die Hauptstadt Kataloniens. Als wichtige Hafenstadt an der nordöstlichen Mittelmeerküste Spaniens bietet Barcelona eine Vielzahl von Attraktionen, die eine Vielzahl an Besuchern aus aller Welt anziehen.

Gegründet wurde die Stadt vor mehr als 2.000 Jahren als römische Stadt Barcino. Heute bietet Barcelona eine Mischung aus Historie und Moderne mit einer Vielzahl an Stadtentwicklungsprojekten, die etwa das Gesicht der Küste verändern oder Design und Innovation in den Vordergrund stellen. Dank der Vielzahl an Attraktionen, guten Übernachtungsmöglichkeiten, einem lebhaften Nachtleben und eines soliden öffentlichen Nahverkehrs ist Barcelona zu einem der beliebtesten Touristenziele in Europa geworden.

Die Stadt war vor der Corona-Krise so beliebt, dass für die Bewohner der Stadt der Tourismus durch steigende Mieten, Lärm und Überfüllung zum Problem wurde. Daher hatte sich die Stadt für die Zukunft die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismuskonzeptes als Aufgabe gestellt. Mit den weltweiten Reisebeschränkungen Anfang des Jahres 2020 gab es für die Stadt einen dramatischen Einbruch der Besucherzahlen. Nichtsdestotrotz soll das Konzept „mehr Qualität statt Quantität“ im Bereich Tourismus auch zukünftig fortgesetzt werden.

Highlights

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Parc Güell

Park Güell ist ein von Antoni Gaudí konzipierter, großer öffentlicher Park, der als aus Gärten und charakteristischen architektonischen Elementen besteht und sich auf dem Carmel-Hügel befindet. Der Park wurde zwischen 1900 und 1914 erbaut und 1926 offiziell eröffnet. 1984 erklärte die UNESCO den Park zum Weltkulturerbe. Der Park ist das Spiegelbild Gaudís künstlerischer Vielfalt, die zu seiner naturalistischen Phase (erstes Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts) zählt. In dieser Zeit perfektionierte der Architekt seinen persönlichen Stil durch die Inspiration durch organische Formen. In dieser Zeit stellte er sich eine strukturierte Anordnung von Häusern vor, die mit den neuesten technischen Entwicklungen ausgestattet waren, um maximalen Komfort zu gewährleisten, aber dennoch einen „organischen“ Stil aufweisen. Den Park kann man als Symbol dieses Stils begreifen und er zeigt bis heute eindrucksvoll Gaudís ästhetisches Verständnis.

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Casa Milà

Casa Milà, auch bekannt als la pedrera („Steinbruch“), ist ein modernistisches Gebäude, das das letzte private Wohnhaus des Architekten Antoni Gaudí war und zwischen 1906 und 1912 erbaut wurde. Im Jahr 1984 wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Seit 2013 ist es der Sitz der Fundació Catalunya Lapedrera, die den Besuch des Gebäudes und andere kulturelle und pädagogische Aktivitäten im Gebäude organisiert.

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Sagrada Família

Die Sagrada Família ist eine römisch-katholische Basilika, die vom katalanischen Architekten Antoni Gaudí (1852-1926) entworfen wurde. Sie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und Papst Benedikt XVI. weihte die Kirche am 7. November 2010 ein. Der Bau begann 1882, wurde aber durch den spanischen Bürgerkrieg unterbrochen. Es wird erwartet, dass das Gebäude bis 2026, dem hundertsten Todestag Gaudis, fertiggestellt wird. Die Türme der Basilika symbolisieren jeweils eine wichtige biblische Figur des Neuen Testaments. Die Kirche ist das größte römisch-katholische Gebäude in der Stadt und das zweitgrößte in Spanien. Die ungewöhnliche Bauweise der Basilika hat unter den Einwohnern Barcelonas Kontroversen ausgelöst, dennoch bietet sie Besuchern die einzigartige Chance, einem Weltkunstwerk bei der Entstehung zuzusehen.

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Museu Nacional d'Art de Catalunya

Das Nationalmuseum Museu Nacional d'Art de Catalunya ist das einzige Museum in Spanien, das eine so weit umfassende katalanische Kunstsammlung beherbergt. Das Museum ist bekannt für seine hervorragenden Exponate romanischer Kunst und Stile, darunter Modernisme und Noucentisme und umfasst die Zeitspannen vom späten 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Das Museum wurde 1992 auf dem Gelände des ehemaligen Palau de Belles Arts (1891) errichtet und 1992 eröffnet.

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La Boqueria

Die erste Erwähnung des Boqueria-Marktes (offizieller Name: Mercat de Sant Josep de la Boqueria) in Barcelona stammt aus dem Jahr 1217, als Tische für den Fleischverkauf aufgestellt wurden. Der heutige Name leitet sich vermutlich vom katalanischen boc ab, was Ziege bedeutet. Erst 1826 wurde der Markt rechtlich anerkannt, und ein 1835 abgehaltener Kongress beschloss den Aufbau eines Gebäudes. Die Bauarbeiten begannen am 19. März 1840 unter der Leitung des Architekten Mas Vilá. Der Markt wurde noch im selben Jahr offiziell eröffnet, aber die Pläne für das Gebäude wurden mehrmals geändert. Die Einweihung des Gebäudes fand schließlich 1853 statt. Ein neuer Fischmarkt wurde 1911 eröffnet, und das heute noch bestehende Metalldach wurde 1914 errichtet. Es ist eines der wichtigsten touristischen Wahrzeichen der Stadt, mit einem Eingang von der La Rambla aus, nicht weit vom Liceo, dem Opernhaus Barcelonas. Ein Besuch lohnt sich: auf dem Markt kann man eine vielfältige Auswahl an Lebensmitteln kaufen.

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La Rambla

La Rambla ist eine baumgesäumte Fußgängerzone im Zentrum von Barcelona. Sie erstreckt sich über 1,2 km und verbindet die Plaça de Catalunya in ihrem Zentrum mit dem Christoph-Kolumbus-Denkmal in Port Vell. Die Straße war ursprünglich ein mit Abwasser gefüllter Bach, wurde jedoch im Frühjahr und Herbst zu einem Hauptabfluss für starkes Regenwasser. Im Mittelalter wurden entlang der Straße auch mehrere große Kirchen gebaut. Im Jahr 1703 waren die ersten Bäume 280 Birken, später wurden sie durch Ulmen ersetzt. Im Jahre 1832 wurden Akazien gepflanzt, und die heute noch stehenden Platanen wurden ab 1859 zur heute vorherrschenden Baumart. Die Straße war bis 2010 Schauplatz eines Freiluftmarkts für Vögel in Käfigen, bis Tierschutzgesetze für dessen Schließung sorgten. Die Rambla ist beliebt und belebt, was leider auch zur Folge hatte, dass am 17. August 2017 viele Menschen von einem Lieferwagen überfahren wurden, der bei einem Terroranschlag absichtlich auf den Bürgersteig gefahren war. Bei dem Anschlag, der sich auf der Rambla ereignete, wurden 15 Menschen getötet und mindestens 100 verletzt.

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Barri Gòtic

Das gotische Viertel Barri Gòtic ist das historische Zentrum der Altstadt von Barcelona. Es erstreckt sich von der Rambla bis zur Via Laietana und von der Strandpromenade am Mittelmeer bis zur Ronda de Sant Pere. Es umfasst die Überreste der römischen Stadtmauer und mehrere bemerkenswerte mittelalterliche Sehenswürdigkeiten. Ein Großteil der heutigen Struktur des Viertels stammt aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. El Call, das mittelalterliche jüdische Viertel, befindet sich ebenfalls hier, zusammen mit der ehemaligen Sinagoga Major. Trotz seines Namens stammen eine Reihe gotischer Gebäude in der Nachbarschaft nicht aus dem Mittelalter. Vielmehr wurde das Viertel Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch ein massives Restaurierungsprojekt vollständig von einem düsteren Viertel in eine Touristenattraktion verwandelt.

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Palau de la Música Catalana

Der Palau de la Música Catalana ist ein Konzertsaal, der im modernistischen Stil entworfen und zwischen 1905 und 1908 erbaut wurde. Im Jahr 1997 wurde der Palau zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Mehr als eine halbe Million Menschen besuchen jährlich Musikveranstaltungen im Konzertsaal. Er wurde für den Orfeó Català gebaut, eine 1891 gegründete Chorgesellschaft, die eine führende Kraft in der katalanischen Kulturbewegung, der Renaixença (Katalanische Wiedergeburt), war. Das Gebäude wurde zwischen 1982 und 1989 unter der Leitung der Architekten Oscar Tusquets und Carles Díaz umfassend restauriert, umgebaut und erweitert. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden, die im thematisch-zeitgenössischen Stil erbaut wurden ist das Design des Gebäudes rationaler. Es achtet streng auf die Funktion und nutzt die modernsten Materialien und Technologien, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Verfügung standen, wie z. B. Stahlskelett- und Vorhangfassadenkonstruktionen. Das Gebäude befindet sich an der Ecke einer engen Straße in dem als Casc Antic bekannten Teil des alten Barcelona.